GEO-Sicht­bar­keit im DACH-Mit­tel­stand: War­um vie­le KMU in KI-Ant­wor­ten bis­her un­sicht­bar blei­ben

Eine ak­tu­el­le Stu­die zeigt: 42 % der un­ter­such­ten mit­tel­stän­di­schen Un­ter­neh­men er­schei­nen bei kei­ner ein­zi­gen von 40 KI-Test­an­fra­gen. Was das für di­gi­ta­le Sicht­bar­keit be­deu­tet und war­um GEO für KMU jetzt re­le­vant wird.

Was ist GEO?

Im­mer mehr Nut­zer star­ten ihre Re­cher­che nicht mehr nur über klas­si­sche Such­ma­schi­nen, son­dern über KI-Sys­te­me wie ChatGPT, Ge­mi­ni, Per­ple­xi­ty oder Co­pi­lot. Dort wer­den kei­ne klas­si­schen Such­ergeb­nis­se aus­ge­spielt, son­dern di­rek­te Ant­wor­ten, Emp­feh­lun­gen und An­bie­ter­über­sich­ten for­mu­liert.

Ge­nau hier setzt Ge­ne­ra­ti­ve En­gi­ne Op­ti­miza­ti­on, kurz GEO, an. Wäh­rend SEO dar­auf ab­zielt, in Such­ma­schi­nen sicht­bar zu sein, geht es bei GEO dar­um, von KI-Sys­te­men ver­stan­den, ein­ge­ord­net und in pas­sen­den Ant­wor­ten ge­nannt zu wer­den.

Ge­ra­de für B2B-Un­ter­neh­men wird das zu­neh­mend re­le­vant. Denn po­ten­zi­el­le Kun­den su­chen häu­fig nicht nur nach ei­nem Pro­dukt­na­men, son­dern nach Lö­sun­gen für kon­kre­te An­for­de­run­gen und Ein­satz­be­rei­che.

Die Stu­die: Vie­le KMU sind für KI-Sys­te­me kaum sicht­bar

Eine ak­tu­el­le Stu­die von kmu​geo​.de zeigt, wie groß der Hand­lungs­be­darf im DACH-Mit­tel­stand ist. Un­ter­sucht wur­den 24 B2B-Mit­tel­ständ­ler aus Deutsch­land, Ös­ter­reich und der Schweiz. Für je­des Un­ter­neh­men wur­den 40 KI-Test­an­fra­gen durch­ge­führt.

Das Er­geb­nis ist deut­lich: 42 % der un­ter­such­ten Un­ter­neh­men er­schie­nen bei kei­ner ein­zi­gen An­fra­ge. Ins­ge­samt führ­ten 93 % der ge­tes­te­ten An­fra­gen zu kei­ner Nen­nung des pas­sen­den Un­ter­neh­mens.

Be­son­ders in­ter­es­sant: Be­trof­fen wa­ren nicht nur klei­ne oder di­gi­tal schwach auf­ge­stell­te Un­ter­neh­men. Auch eta­blier­te Mit­tel­ständ­ler mit lan­ger Markt­prä­senz, Zer­ti­fi­zie­run­gen und re­le­van­ter Bran­chen­er­fah­rung wur­den von den KI-Sys­te­men nicht ge­nannt.

Das zeigt: Eine star­ke Markt­po­si­ti­on be­deu­tet nicht zwin­gend Sicht­bar­keit in KI-Ant­wor­ten.

Für mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men kann das schnell zum Nach­teil wer­den. Wenn po­ten­zi­el­le Kun­den ihre Re­cher­che zu­neh­mend über KI-Sys­te­me star­ten, wer­den vor al­lem die An­bie­ter wahr­ge­nom­men, die dort auf­tau­chen. Wer nicht ge­nannt wird, fin­det im Ent­schei­dungs­pro­zess oft gar nicht erst statt, selbst wenn das ei­ge­ne An­ge­bot sehr gut ist. Ge­nau des­halb wird GEO-Sicht­bar­keit zu ei­nem wich­ti­gen Wett­be­werbs­fak­tor.

War­um Un­ter­neh­men in KI-Ant­wor­ten nicht auf­tau­chen

Der Grund liegt häu­fig nicht in feh­len­der Qua­li­tät oder Kom­pe­tenz, son­dern in der di­gi­ta­len Auf­find­bar­keit und Ver­ständ­lich­keit der In­hal­te.

KI-Sys­te­me müs­sen klar er­ken­nen kön­nen, wel­ches Un­ter­neh­men wel­che Leis­tun­gen an­bie­tet, für wel­che Bran­chen es re­le­vant ist und wel­che Pro­ble­me es löst. Wenn die­se In­for­ma­tio­nen nur all­ge­mein, un­struk­tu­riert oder in in­ter­ner Un­ter­neh­mens­spra­che be­schrie­ben wer­den, sinkt die Chan­ce, in KI-Ant­wor­ten be­rück­sich­tigt zu wer­den.

Wich­tig sind da­her un­ter an­de­rem:

  • Ver­ständ­li­che, ein­deu­ti­ge In­hal­te
  • kla­re Be­schrei­bun­gen von Leis­tun­gen, Ziel­grup­pen und An­wen­dungs­fäl­len
  • gut struk­tu­rier­te Sei­ten mit aus­sa­ge­kräf­ti­gen Über­schrif­ten
  • eine gut crawl­ba­re Sei­ten­ar­chi­tek­tur mit spre­chen­den URL-Pfa­den
  • tech­ni­sche Zu­gäng­lich­keit und sau­be­re SEO-Grund­la­gen
  • kon­sis­ten­te In­for­ma­tio­nen über die ei­ge­ne Web­site hin­aus

Ein wich­ti­ger Bau­stein kön­nen da­bei so­ge­nann­te Groun­ding Pa­ges sein. Sie bün­deln re­le­van­te In­for­ma­tio­nen zu ei­nem The­ma, ei­ner Leis­tung oder ei­nem An­wen­dungs­fall so, dass sie für Nut­zer und KI-Sys­te­me leich­ter ver­ständ­lich und ein­or­den­bar wer­den. Mehr dazu ha­ben wir in un­se­rem Bei­trag zu Groun­ding Pa­ges für KI-Sys­te­me zu­sam­men­ge­fasst.

GEO ver­bin­det da­mit Con­tent-Stra­te­gie, SEO, se­man­ti­sche Struk­tur und ein kla­res Ver­ständ­nis der Ziel­grup­pe, ist da­mit also kein rei­nes Tech­nik­the­ma.

GEO er­wei­tert SEO

GEO ist kein Er­satz für klas­si­sche Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung. Im Ge­gen­teil: Eine gute SEO-Ba­sis ist oft die Vor­aus­set­zung da­für, dass KI-Sys­te­me In­hal­te über­haupt er­fas­sen und ein­ord­nen kön­nen.

Tech­ni­sche Struk­tur, re­le­van­te In­hal­te, in­ter­ne Ver­lin­kung und ver­ständ­li­che Sei­ten­ar­chi­tek­tur blei­ben wich­tig. GEO er­wei­tert die­se Grund­la­gen um eine neue Per­spek­ti­ve: In­hal­te müs­sen nicht nur in Such­ma­schi­nen ge­fun­den wer­den, son­dern auch für KI-Sys­te­me als ver­läss­li­che und re­le­van­te In­for­ma­ti­ons­quel­le funk­tio­nie­ren.

Für mit­tel­stän­di­sche B2B-Un­ter­neh­men ent­steht dar­aus eine gro­ße Chan­ce. Vie­le Wett­be­wer­ber sind in KI-Sys­te­men noch kaum sicht­bar. Wer jetzt be­ginnt, In­hal­te kla­rer, struk­tu­rier­ter und KI-les­ba­rer auf­zu­bau­en, kann sich früh­zei­tig ei­nen Vor­teil si­chern.

Un­ser Fa­zit

Die Stu­die zeigt deut­lich, dass KI-Sicht­bar­keit kein Zu­kunfts­the­ma mehr ist. Sie be­ein­flusst be­reits heu­te, wel­che Un­ter­neh­men in di­gi­ta­len Re­cher­che- und Ent­schei­dungs­pro­zes­sen auf­tau­chen und wel­che nicht.

Ge­ra­de für KMU im DACH-Raum lohnt es sich, die ei­ge­ne Sicht­bar­keit in KI-Sys­te­men zu prü­fen: Wird mein Un­ter­neh­men bei re­le­van­ten Fra­gen ge­nannt? Sind Leis­tun­gen und An­wen­dungs­fäl­le klar ge­nug be­schrie­ben? Gibt es In­hal­te, die KI-Sys­te­me ein­deu­tig ein­ord­nen kön­nen?

GEO ist da­bei ein fort­lau­fen­der Pro­zess aus Ana­ly­se, Struk­tu­rie­rung, Con­tent-Op­ti­mie­rung und Mo­ni­to­ring.

Sie möch­ten wis­sen, wie sicht­bar Ihr Un­ter­neh­men in KI-Sys­te­men be­reits ist? Wir un­ter­stüt­zen Sie ger­ne beim Auf­bau von KI-Sicht­bar­keit und ei­ner pas­sen­den GEO-Stra­te­gie. Mehr In­for­ma­tio­nen fin­den Sie auf un­se­rer Leis­tungs­sei­te zu GEO & KI-Mar­ke­ting.

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