Ob Strategiemeeting, Projektphase oder Ideensammlung – oft steckt der eigentliche Wert in den Gesprächen. Doch vieles davon geht im Alltag verloren. Genau hier kommen GPTs ins Spiel: „Generative Pre-trained Transformer“ sind KI-Modelle, die Sprache verstehen, verarbeiten und in neue, nutzbare Inhalte verwandeln können. Bei Betamodus setzen wir sie ein, um Wissen aus Meetings und Projekten so aufzubereiten, dass es jederzeit abrufbar bleibt – und wir testen, wie diese Technologie Arbeitsabläufe nachhaltig verändern kann.
Einsatzmöglichkeiten und Grenzen
Im Betamodus denken heißt: ausprobieren, hinterfragen und verbessern – Schritt für Schritt und immer mit dem Blick nach vorn. So gehen wir auch in unseren Strategietagen vor. Unser Ziel: Angebote weiterentwickeln, neue Ideen testen und Leistungen so gestalten, dass sie echten Mehrwert bringen. Dabei hat sich eine Frage herauskristallisiert, die viele Teams kennen: Wie können wir sicherstellen, dass Wissen nicht verloren geht? Dass alle Beteiligten – egal ob anwesend oder nicht – später nachvollziehen können, was diskutiert und entschieden wurde?
Meist werden GPTs als Textgeneratoren bekannt, doch ihr Potenzial geht viel weiter: Sie können große Mengen an Informationen aufnehmen, strukturieren und über einfache Fragen wieder zugänglich machen.
Konkret bedeutet das: Wir zeichnen Strategiemeetings auf, transkribieren sie und laden diese Daten in ein eigenes, geschlossenes GPT. Daraus entsteht ein interaktives Wissensarchiv, das nicht nur Inhalte wiedergibt, sondern Kontext liefert – von Verantwortlichkeiten über Argumentationsketten bis hin zu offenen Punkten. Wer nicht teilnehmen konnte, muss kein Protokoll lesen, sondern kann das GPT einfach fragen: „Welche Beschlüsse haben wir zu Thema X gefasst?“ oder „Was war der Hintergrund für Entscheidung Y?“
Der Nutzen ist klar: weniger Wissensverlust, schnellere Orientierung, bessere Anschlussfähigkeit in Projekten. Gleichzeitig zeigt sich, dass GPTs nicht nur für interne Dokumentation interessant sind. Sie können Onboardings beschleunigen, Projektkommunikation bündeln und sogar als zentrale Wissensschnittstelle zwischen Abteilungen dienen.
Beim Einsatz von KI-Systemen ist ein bewusster Umgang mit Daten entscheidend. Sensible Informationen oder vertrauliche Kundendaten gehören nicht in offene Tools wie ChatGPT. Gut geeignet sind dagegen interne Informationen ohne besonderen Schutzbedarf – zum Beispiel Notizen, Prozessbeschreibungen oder Strategiedokumente –, die mit KI einfacher zugänglich und besser nutzbar gemacht werden können. Parallel beschäftigen wir uns bereits damit, wie sich abgeschirmte Lösungen gestalten lassen, die auch höheren Datenschutzanforderungen gerecht werden und so neue Anwendungsfelder eröffnen könnten.
Erstellung individueller GPTs
Eigene GPTs lassen sich direkt in ChatGPT anlegen. Programmierkenntnisse sind dafür nicht notwendig – dennoch ist der Prozess komplexer, als es auf den ersten Blick wirkt. Es reicht nicht, einfach nur Dokumente hochzuladen. Entscheidend ist, wie die Anweisungen formuliert werden, welche Inhalte geeignet sind und wie das Prompting gestaltet ist. Erst mit einer klaren Struktur und sorgfältiger Vorbereitung entsteht ein GPT, das im Arbeitsalltag wirklich hilfreich ist. Viele Teams merken an dieser Stelle schnell, dass es weniger um Technik, sondern vor allem um Konzeption und den richtigen Umgang mit Inhalten geht.
Fazit
Für unsere Strategieentwicklung hat sich der Einsatz von GPTs bereits als wertvolles Werkzeug erwiesen. Wir beschäftigen uns intensiv mit den Möglichkeiten dieser Technologie und möchten sie Schritt für Schritt weiter ausbauen und für unsere Arbeit nutzbar machen. Dabei geht es uns nicht nur um kurzfristige Tests, sondern um den Aufbau einer dauerhaften, datenschutzkonformen Grundlage, mit der Wissen im Unternehmen einfacher zugänglich, besser strukturiert und langfristig gesichert werden kann.
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