ChatGPT Ads: Der nächste Schritt Richtung Deutschland
OpenAI hat ChatGPT-Werbung jetzt auch für Nutzer in Deutschland eingeführt – für Werbetreibende ist der Ads Manager hierzulande aber noch nicht freigegeben, auch wenn die Expansion mit einem eigenen Ads-Team in München bereits angekündigt ist.

Im Februar 2026 haben wir in unserem Beitrag zu ChatGPT Ads über den Start des neuen Werbekanals in den USA berichtet. Jetzt gibt es ein Update, das Deutschland direkt betrifft.
Was sich für Nutzer ändert
Am 15. August 2026 hat OpenAI Werbefunktionen für Nutzer in Deutschland eingeführt und gleichzeitig seine Datenschutzrichtlinie entsprechend aktualisiert. Wer ChatGPT im kostenlosen Plan oder mit ChatGPT Go nutzt, sieht seitdem Werbeanzeigen im Chat, während die bezahlten Stufen Plus, Pro, Business, Enterprise und Education weiterhin werbefrei bleiben. Anzeigen werden dabei zunächst nicht personalisiert, sondern anhand des aktuellen Gesprächsthemas sowie grober Kontextinformationen wie Standort und Gerätetyp ausgewählt – frühere Chats oder gespeicherte Erinnerungen fließen nicht ein. Wer personalisierte Anzeigen möchte, muss dem aktiv zustimmen, was direkt aus europäischen Datenschutzvorgaben folgt: Anders als in den USA, wo Personalisierung standardmäßig aktiv ist, gilt in der EU eine Opt-in-Pflicht.
Werbetreibende müssen sich noch gedulden
Für Unternehmen, die selbst mit ChatGPT Ads werben wollen, heißt das aber noch nicht, dass es losgehen kann: Der Ads Manager, über den Werbetreibende ihre Kampagnen buchen, ist für Deutschland aktuell noch nicht freigegeben. Verfügbar ist er bislang unter anderem in den USA, Großbritannien, Australien, Kanada, Neuseeland, Japan und Korea. Die Anzeigen, die deutsche Nutzer aktuell sehen, stammen also noch von Werbetreibenden aus diesen Märkten – wer in Deutschland eine eigene Kampagne aufsetzen möchte, muss sich also noch etwas gedulden.
Ganz ohne Signal ist das aber nicht: Bereits im Juli 2026 hat OpenAI die Expansion nach Deutschland, Frankreich, Irland und Singapur angekündigt und baut dafür ein eigenes Ads-Team in München auf. Der bisherige Rollout – von den USA im Februar über Kanada, Australien und Neuseeland im März bis hin zu Großbritannien, Japan, Südkorea, Mexiko und Brasilien im Sommer – zeigt ein klares Muster: OpenAI öffnet Markt für Markt, und Deutschland steht als Nächstes auf der Liste.
Unsere Einschätzung
Wir behalten die Entwicklung gespannt im Auge. Für uns bleibt ChatGPT als Werbekanal spannend, gerade für erklärungsbedürftige B2B-Angebote, weil Werbung hier Menschen mitten in einer konkreten Frage- oder Recherchesituation erreicht.
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