Verreisen von zu Hause aus – Das Google Cardboard machts möglich

/Verreisen von zu Hause aus – Das Google Cardboard machts möglich

Verreisen von zu Hause aus – Das Google Cardboard machts möglich

shutterstock_295458233Mal wieder Lust zu verreisen, vielleicht nach Versailles oder gleich durch unser gesamtes Sonnensystem? Dazu habt ihr jetzt die Chance – und das Ganze von eurem Wohnzimmersofa aus. Denn dafür braucht man nur vier Dinge:

  1. ein Google Cardboard
  2. ein Smartphone
  3. die dazu passende „Cardboard“-App
  4. eine Drittanbieter-App für Spiele, Reisen oder Mode

Mit diesen vier Sachen an der Hand wird es einem ermöglicht virtuell neue Entdeckungen zu machen und in die entlegensten Orte der Welt zu reisen – und das alles von zu Hause aus. Einfach das Cardboard aufsetzen, den Kopf drehen, schon hängt ihr an Seilen über dem Grand Canyon und könnt in die Tiefe schauen. Oder ihr spielt ein simples Ballspiel, das in 3D ganz andere Anforderungen an euch stellt (Vorsicht Schwindelgefahr). Dabei ist die Cardboard-App sowohl für Android als auch für iPhones verfügbar.

Branchenübergreifende Innovation

Die neue Erfindung von Google ist für die unterschiedlichsten Bereiche einzusetzen. Besonders interessant ist das Cardboard für Unternehmer, da man mit ihm generell jegliche Form von digitalen Inhalten wiedergeben kann, somit auch selbst erstellte Videos. Dies erscheint als ein guter Weg, um das Image des Unternehmens und die Produkte zu vermarkten. Man kann genauere Einblicke in die Firma gewähren. Dabei kann man die Maßstäben selbst festlegen und sorgt gleichzeitig für mehr Transparenz den Kunden und Partnern gegenüber. Zudem ist es einem möglich internationalen Geschäftspartnern, die es nicht einrichten konnten zu einer Ausstellung zu kommen, einen 360°-Einblick zu verschaffen. Dies gilt dann selbstverständlich nicht nur für die eben genannte Zielgruppe. Auch den eigenen Vorgesetzten kann man, durch den Dreh eigener Videos, mit dem Cardboard eine aktuelle Perspektive auf das Geschehen bieten.

Jedoch kann diese Entwicklung ebenso in anderen Bereichen zum Meilenstein heranwachsen, wie beispielsweise in der Unterhaltung und in der Schulbildung.

Auch was für Gamer, Musikliebhaber und Kletterer

Für die Gamer gibt es bereits einige Spiele zusätzlich zu den vielen Panorama-Ansichten, jedoch sind diese in sehr unterschiedlicher Qualität vorhanden. Die Figurenkontrolle wird hier erneut über die eigenen Kopfbewegungen gelenkt. Ein bereits fertig gestelltes Spiel ist „Proton Pulse“ wo man per Blick einen Schläger steuert, der einen Ball zurückschießen muss, um bestimmte Felder zu treffen.

Konzertgänge sind aufgrund von Zeit und Entfernungen oft problematisch. Jack White und Paul McCartney haben ihre Konzerte jedoch teilweise in 3D aufzeichnen lassen, um dem entgegenzuwirken. Ihre Konzertteile sind ebenfalls mit dem Cardboard anzusehen. Ebenso hat Jack Wolfskin einige kleine 3D-Filme gedreht. Ein Beispiel hier ist eine Kletterpartie mit anschließendem Base-Jumping, wobei man auch hier ein 360° Panorama betrachten kann. Die genannten Möglichkeiten stellen dabei nur kleine Kostproben aus den vielen umgesetzten Ideen dar.

Virtuelles Lernen

Ein anderer Einsatzbereich, für den die Erfindung ebenfalls sehr gut anwendbar wäre, ist der pädagogischen Bereich. Dort könnte das Cardboard in Zukunft von großen Nutzen sein, um das Lernen zu erleichtern bzw. Wissen anschaulicher zu vermitteln. Kinder finden einen praxisnahen Unterricht meist viel unterhaltsamer, wodurch sich ihr Engagement im Unterricht und dadurch auch ihr Lernvermögen steigert. Das direkte Zeigen von Beispielen mit Hilfe der virtuell erfahrbaren Welt scheint daher eine interessante Alternative für den Schulsektor darzustellen. Wie leben die Menschen in Südostasien? Wie ist eine Großstadt im Vergleich zu einer Kleinstadt oder einer kleinen Siedlung aufgebaut? Diese und viele andere Fragen können Schüler mit Hilfe des Cardboards spielerisch beantworten.

Entstehung und Entwicklung

Das „Cardboard“ wurde 2014 auf der I/O Konferenz von Google als neue Entwicklung vorgestellt und verschenkt. Erstaunlich dabei ist, dass die Erfindung ausschließlich aus Karton, Plastiklinsen und Klettverschlüssen besteht, wobei man es fertig kaufen kann oder selbst zusammen bauen kann. Nun, ein Jahr später, gibt es bereits ein Update: Das Google Cardboard 2.0. Augenmerk wurde in der Zwischenzeit auf die Weiterentwicklung der Kompatibilität mit anderen Apps gelegt. So kann man nun beispielsweise mit der App „Titans of Space“ einen Rundgang in unserem Sonnensystem machen oder mit dem neuesten Mercedes-Benz Modell in der App „Mercedes VR for Cardboard“ eine kleine Tour fahren.

Besonders unterstützt wird die eigene Reise seit Beginn durch die Kombination mit Google Street View, dass beinahe die ganze Weltkarte digitalisiert hat. Auch die eigenen Beiträge der Nutzer wurden dort hinzugefügt, was für eine detailliertere Ansicht sorgt. Seit Anfang September 2015 gibt es jedoch eine eigenständige App für Street View in Kooperation mit dem Cardboard. Durch diese erhält man die Gelegenheit eine Rundum-Ansicht von 360° der eigenen oder einer fremden Umgebung zu erhalten. Auch die kostenlose Aufzeichnung von eigenen 360-Grad Aufnahmen wird durch die App „VR 3D Smart Cardboard“ vereinfacht, die dann dem bestehenden Netz von Google Maps hinzugefügt werden können.

Auszeichnungen:

  • Gewinner 2015 des Mobile Grand Prix in Cannes
  • Gewinner 2015 des Red Dot Awards in Essen für das Produktdesign
  • Gewinner 2015 des Clio Awards in New York im Bereich Innovation

Cardboard: Marke Eigenbau

Bevor es an das Zusammenbauen geht, braucht man zunächst einige Materialien: Einen normalen Wellpapp-Karton (1), Spezial-Bündel-Linsen mit einem Brennpunkt von 40 Millimetern (2), Neodyn-Ringmagnete mit einem Durchmesser von 19 Millimetern und einer Dicke von 3 Millimetern (3), einseitig klebende Klett-Verschlüsse (4), ein Gummiband (5), dein Smartphone (6) und Klebeband. Bis auf die Linsen und die Magnete sind diese Dinge einfach zu besorgen.

 Materialien-Übersicht

Zu Beginn muss man sich zunächst die Vorlage, um dem Karton das richtige Format zu geben ausdrucken. Sie ist unter diesem Link erhältlich. Dort kann man sie kostenlos herunterladen, auf ein weißes DIN A4 Blatt ausdrucken, dann auf den Karton (nach dem Muster vom angezeigten Bild) aufkleben und ausschneiden. Daraufhin muss man den Karton an den angegebenen Stellen ausschneiden bzw. knicken. Gleichzeitig wird der kleinere Teil mit den Linsen versehen und in den großen Papp-Körper integriert. Die genauen Schnitt- und Knickstellen sind erklärend in die Vorlage eingezeichnet.

Tipp zur Nutzung:

Kopfhörer anschließen, dann wirkt alles noch realer.

Von | 2015-12-21T07:30:00+00:00 21.12.2015|Mobile, Social Imaging, STARTSEITE|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. F8: Auswirkungen für KMUs 17. April 2016 um 7:03 Uhr- Antworten

    […] 8“ realisiert und optimiert werden. Dazu gehört der Ausbau der Vernetzungstechnologien, virtuelle Realität und künstliche Intelligenz. Da Google besonders im Bereich der VR bereits vorangeschritten ist, hat […]

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Betamodus GmbH hat 4,65 von 5 Sterne | 6 Bewertungen auf ProvenExpert.com